Der Kärntner Reindling hat nicht nur zur Osterzeit Saison, obwohl er als die traditionelle Osterspeise bekannt ist. Traditionsgemäß wird er in einer alten runden Form, dem „Reindl“, hergestellt. Hier ein feines Rezept für leckere und süße Ostern.

Seine Zubereitung geht auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Er entwickelte sich zu einer bäuerlichen Süßspeise, die gerne zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstagen und eben dem Osterfest gemacht wurde. Nachdem man heute das typische Reindl im Haushalt nicht mehr oft findet, wird er mittlerweile meist in einer Gugelhupf-Form gebacken. Kaum ein Gericht hat in Kärnten so unterschiedliche Namen und Bezeichnungen. Erzählt man im Gailtal vom Schartl oder im Lavanttal vom Schirbling, wird über den Reindling gesprochen.

Seine Hauptzutat ist der Germteig. Dieser wird mit Zucker, Zimt, Rosinen und Butter gefüllt und dann gebacken. Neben dem traditionellen Reindling gibt es auch Variationen mit Nüssen, Rum und/oder Honig. Jetzt – zu Ostern – bildet er in vielen Regionen neben dem Schinken, Eiern und Kren die Osterjause.

 


 

Reindling für die Osterjause

Gehören in den Reindling wie die Ohren zum Hasen 😉

Zutaten:

1 kg glattes Mehl
5 Dotter
300 g Zucker
1 Prise Salz
60 g Germ
1/2 l Milch
1 Pkg. Vanillezucker
1 Bio-Zitrone, geriebene Schale
370 g Butter
100 g Rosinen in Rum
3 TL Zimt
Reindlingform
400g Staubzucker

Zubereitung:

Rosinen in Rum einlegen.

1/3 der Milch lauwarm machen und mit dem Germ verrühren. Etwas Mehl untermengen (Dampfl ca. 15 Minuten rasten lassen).

150g Zucker, Dotter, den Rest vom Mehl, Salz, Vanillezucker mit 120 g zerlassener Butter vermischen und das Dampfl untermengen. Alles mit einem Kochlöffel „abschlagen“ und zugedeckt bis zur Hälfte aufgehen lassen.

Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Teig rechteckig ausrollen und mit 250 g flüssiger Butter bestreichen. Die restlichen 150 g Feinkristallzucker mit Zimt vermischen und den Teig damit gleichmäßig bestreuen. Obenauf die Rumrosinen verteilen. Die Kanten links und rechts etwas einschlagen und zu einer Rolle formen. Diese schneckenförmig in eine ausgebutterte (besser Butterschmalz und am Boden brauner Zucker) Reindlingform einlegen. Den gefüllten Teig nochmals ca. 15 – 20 Minuten gehen lassen und ca. 40 Minuten backen.

Staubzucker mit etwas Wasser vermengen, sodass eine dickflüssige milchige Struktur entsteht.

Reindling kurz abkühlen lassen und aus der Form stürzen.

Staubzucker-Gemisch über den Reindling gießen.

 

Schön ist auch, dass man bei der Füllung nur wenig falsch machen kann. Was schmeckt, kommt hinein. Hier eine Variation mit Nüssen.

 

 

Da bleibt nur noch eines zu sagen: FROHE OSTERN!

Bildquelle: fotolia.com, pixabay.com
2018-09-28T09:13:21+00:00 28, März 2018|Allgemein, Blog, ESSTISCH, Startseite anzeigen|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. Ruben 28. März 2018 um 23:42 Uhr- Antworten

    Liebe Karin, die Idee mit den Bügelperlen ist ja echt genial! Wir haben noch einen ganzen Haufen davon rumliegen das wird ein tolles giveaway für den nächsten Kindergeburtstag 🙂 In meinem Osternest brauche ich nur einen Kärntner Reindling 😉 wenn dann noch ein Milka-Häschen dabei ist, bin ich happy 😀 GLG aus Graz, Carmen custom written essays

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